Ein Projekt des Landes Baden-Württemberg

Warum Radschnellwege?

Radschnellwege bieten Radfahrerinnen und Radfahrern eine attraktive Möglichkeit, längere Strecken zügig und sicher zurückzulegen. Daher fördert das Land Baden-Württemberg lokale Machbarkeitsstudien für Radschnellwege und plant drei Pilotstrecken. Eine dieser Pilotstrecken ist der Radschnellweg Heidelberg-Mannheim.

Was passiert als Nächstes?

Im September 2019 finden Ortsbegehungen in Mannheim, Ladenburg und Ilvesheim, Edingen, sowie Heidelberg Wieblingen statt. Interessierte erhalten zunächst einen allgemeinen Überblick über den geplanten Radschnellweg, bevor die Vorzugstrasse gemeinsam erkundet wird. Entlang der Strecke wird darauf eingegangen, wie der geplante Radschnellweg an bestimmten Stellen aussehen kann, wobei Teilnehmende ihre eigenen Hinweise zum Projekt einbringen können. Alle Details finden Sie hier.

Wie genau sieht ein 

Radschnellweg aus?

Denkbare Querschnitte leiten sich von dem Ziel ab, dass sich an jeder Stelle bis zu vier Radfahrende problemlos begegnen können. Ideal gelöst wird dies beispielsweise bei einem vier Meter breiten Weg, der ausschließlich von Radfahrenden genutzt wird. Da dieser Ausbau nicht überall möglich ist gibt es viele verschiedene mögliche Querschnitte, welche beispielsweise auch Mischnutzungen ermöglichen. Einsehbar sind diese denkbaren Querschnitte in den Qualitätsstandards.

Eine Auswahl denkbarer Querschnitte sehen Sie hier:​

Wo wird die Strecke entlang führen?

Grundlage der Variantenentscheidung bildete die Machbarkeitsstudie des Verbands Region Rhein-Neckar, die für den Bereich zwischen Heidelberg und Mannheim drei Trassenverläufe aufzeigt (Link zur Machbarkeitsstudie). Diese drei Varianten wurden zur Vorbereitung auf das erforderliche Planfeststellungsverfahren von den Planern des Regierungspräsidiums detaillierter untersucht.

 

Maßgebend bei der Entscheidung waren verkehrliche Kriterien (Knotenpunkte, Potential, Zeitverluste, Einbindung im Gesamtnetz), Belange des Umweltschutzes (Schutzgüter nach Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz, Natur- und Artenschutz) und die Kosten (Strecke, Bauwerke, Unterhaltung).

 

Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse zeigte, dass die Varianten nördlich des Neckars über Ladenburg und südlich des Neckars über Edingen-Neckarhausen insgesamt als nahezu gleichwertig zu betrachten sind, jedoch beide auch spezifische Vor- und Nachteile haben.

 

Vor diesem Hintergrund wurde aus diesen beiden zusätzlich eine Kombivariante erarbeitet, welche die positiven Aspekte beider Trassen beibehält, aber gleichzeitig die nachteiligen Auswirkungen beseitigt.

Sie verläuft im Abschnitt Mannheim bis Ladenburg nördlich des Neckars, quert von Ladenburg aus den Neckar entlang der derzeit im Bau befindlichen L 597 in Richtung Seckenheim und führt weiter von Seckenheim über Edingen nach Heidelberg.

 

Durch die getroffene Variantenentscheidung kann sichergestellt werden, dass sowohl die potentiellen Nutzer optimal angebunden werden als auch keine nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Dadurch kann das Ziel des Radschnellwegs, mehr Menschen für das tägliche Radfahren zu begeistern, erreicht werden.

Die Trasse (gelb) wird daher im Abschnitt Mannheim bis Ladenburg nördlich des Neckars verlaufen (rote Trasse der Machbarkeitsstudie), von Ladenburg aus den Neckar, entlang der derzeit im Bau befindlichen L 597 in Richtung Seckenheim queren und weiter von Seckenheim über Edingen nach Heidelberg (grüne Trasse der Machbarkeitsstudie) führen.

2018-02-07_Plan 1 Machbarkeitsstudie.jpg

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Entwurfsplanung

Die Detailplanung wird erstellt. Anregungen der Bürgerinnen und Bürger werden geprüft und ggf. in die Planung übernommen.

Bis Mitte 2020

Planfeststellungs-verfahren

Die Planfeststellungsbehörde erteilt die Baugenehmigung.

Bis 2022

Bau

Der Radschnellweg wird gebaut.

Bis 2025

Was sind die

Phasen des

Projekts?

   Aktuelles 

Was ist ein Radschnellweg?

Das Land Baden-Württemberg plant im Rahmen der RadSTRATEGIE drei Pilotstrecken für Radschnellwege, welche modellhaft für weitere Radschnellwege stehen sollen. Die Zielsetzung, sowie die Anforderungen wurden in den Qualitätsstandards für Radschnellwege in Baden-Württemberg festgehalten:

"Radschnellverbindungen sollen den Radverkehr auch über längere Distanzen attraktiv machen und somit einen Beitrag zu Stauvermeidung, CO2-Reduzierung und Gesundheitsförderung leisten."

Um dies zu erreichen, sind Radschnellwege breiter, haben andere, nutzerfreudlichere Beläge und effizientere Wegführungen als herkömmliche Radwege.