Auswertung Onlinekarte & Ortsbegehungen

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Untervarianten

Die gesammelten Hinweise, Austausche während der Ortsbegehungen, sowie Gespräche mit den anliegenden Kommunen wurden genutzt um Untervarianten zur groben Vorzugsvariante zu entwickeln. In den vergangenen Monaten wurden diese ausgewertet und bewertet. Das Ergebnis ist eine neue Vorzugsvariante, welche die Basis für den nächsten Schritt der Planung (Entwurfsplanung) bildet. Hierbei werden nun konkrete Querschnitte für die verschiedenen Streckenabschnitte entwickelt.

Die Bewertung der Varianten fand in einem mehrstufigen Verfahren mit Hilfe von Bewertungsmatrizen statt. Diese sind in den jeweiligen Planungsabschnitten abgebildet. Wie hierbei konkret vorgegangen wurde ist in dieser Übersicht  dargestellt: Bewertungsschema.

Mannheim Feudenheim


Was ist das Ergebnis der Variantenprüfung?

Die Varianten Neckarkanal lang und kurz werden aus folgenden fachplanerischen Gründen nicht weiter verfolgt:

Neckarkanal lang/ kurz:

  • Hoher Grad an Neuversiegelung auf Neckardamm.
  • Entfall einer großen Anzahl von Bäumen.
  • Abschnittsweise Eingriffe in geschützte Geholzbestände.
  • Hoher technischer Aufwand bei Verbreiterung der Dammkrone.
  • Schlechtere Erschließungswirkung durch ortsferne Trassenführung.
  • Geringe soziale Kontrolle.

Wie würde der Radschnellweg bei den jeweiligen Varianten umgesetzt?

Variante Feudenheim (Vorzugsvariante):

Westlich der Ortslage von Feudenheim wird der Radschnellweg als landwirtschaftlicher Weg von der Brücke über die B38a geführt. Die Notwendigkeit einer separaten Fußgängerführung wird aktuell anhand einer in Auftrag gegebenen Verkehrszählung ermittelt. In Feudenheim selbst führt der Radschnellweg über die Spessartstraße und Odenwaldstraße bis zur Endhaltestelle „Feudenheim“. Es ist geplant diesen Streckenabschnitt zur Fahrradstraße umzuwidmen. Nach aktuellem Planungsstand werden keine Stellplätze entfallen. Es wird geprüft, inwiefern der Straßenquerschnitt städtebaulich aufgewertet werden kann. Die vorhandenen Querungsstellen (insbesondere Schulwegeverbindungen) werden im Zuge der Projektumsetzung ausgebaut. Hierbei steht vor allem eine sichere Querung im Bereich der Schule, des Kindergartens und der Kulturhalle im Vordergrund. Einmündende Straßen werden zukünftig dem Radschnellweg untergeordnet; Ausnahmen bilden hierbei die querenden Straßen mit Bahnübergang, die aufgrund der notwendigen Räumung bevorrechtigt bleiben müssen.

In Richtung Ilvesheim verläuft der Radschnellweg weiter als getrennt vom Fußgängerverkehr geführter Zweirichtungsradweg auf der südlichen Seite der Ilvesheimer Straße. Ein Umbau des Straßenquerschnitts ist hierbei notwendig. Die im Bestand vorhandenen Stellplätze können hierbei aller Voraussicht nach erhalten bleiben. An den einmündenden Straßen wird auf eine sichere und den aktuellen Richtlinien entsprechende Signalisierung und Markierung geachtet.

In Bezug auf den am Ortsrand liegenden Knotenpunkt Ilvesheimer Straße/ Bantaner Straße wird aufgrund der hohen Verkehrszahlen untersucht, ob eine ampelfreie Querung (Brücke oder Unterführung) möglich ist.

Aus planerischer Sicht hat die Variante durch Mannheim-Feudenheim (Vorzugstrasse) folgende Vorteile:

  • Hohes Erschließungspotenzial und gute soziale Kontrolle durch innerörtliche Trassenführung.
  • Wenig Versiegelung und Grunderwerb notwendig.
  • Wenige Eingriffe in Natur und Landschaft.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird auf Basis der Variantenuntersuchung und in enger Abstimmung mit der Stadt Mannheim die Variante „Feudenheim (Vorzugstrasse)“ weiterverfolgen.




Ilvesheim - Ladenburg


Was ist das Ergebnis der Variantenprüfung?

Die Varianten Neckarkanal „lang“ und „kurz“ werden aus folgenden fachplanerischen Gründen nicht weiter verfolgt:

Neckarkanal lang/ kurz:

  • Hoher Grad an Neuversiegelung auf Neckardamm.
  • Entfall einer großen Anzahl von Bäumen.
  • Abschnittsweise Eingriffe in geschützte Geholzbestände.
  • Hoher technischer Aufwand bei Verbreiterung der Dammkrone.

Neckarkanal kurz:

  • Aufwändiger baulicher Eingriff am Knotenpunkt Goethestraße/Feudenheimer Straße.

Die Variante durch die Feudenheimer Straße (Vorzugstrasse) und Neckarkanal Ilvesheim sind grundsätzlich beide umsetzbar. Nach tiefergehender Betrachtung und in enger Abstimmung mit der Gemeinde Ilvesheim hat sich jedoch gezeigt, dass die Variante Neckarkanal Ilvesheim zu bevorzugen ist.

Wie würde der Radschnellweg bei den jeweiligen Varianten umgesetzt?

Variante Feudenheimer Straße (Vorzugsvariante):

Von Feudenheim kommend verläuft der Radschnellweg auf der südlichen Seite der Feudenheimer Straße als Zweirichtungsradweg mit parallel verlaufendem getrenntem Gehweg. Die Feudenheimer Straße in der Ortslage von Ilvesheim kann lediglich im reduzierten Radschnellweg-Standard ausgebaut werden. Sowohl beim Umbau des Straßenquerschnitts mit einem einseitigen Zweirichtungsradweg als auch bei einer Verbreiterung der Schutzstreifen gemäß dem Radschnellweg-Standard wird es zu einem Entfall der bestehenden Stellplätze kommen.

Der Knotenpunkt Feudenheimer Straße/ Goethestraße stellt aufgrund der Lage und Geometrie der angeschlossenen Zufahrten eine besondere Herausforderung dar. Hierzu gab es bereits Abstimmungen mit der Gemeinde Ilvesheim.

Im weiteren Verlauf soll die Goethe- und Siemensstraße zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden. Der Untersuchungsabschnitt endet an der bestehenden Wendeanlage am östlichen Ortsrand.

Aus planerischer Sicht hat die Variante durch Ilvesheim (Feudenheimer Straße) folgende Vorteile:

  • Hohes Erschließungspotenzial und gute soziale Kontrolle durch innerörtliche Trassenführung.
  • Wenig Versiegelung und Grunderwerb notwendig.

Nachteile sind:

  • Abschnitt Feudenheimer Straße (innerorts) lediglich mit reduziertem Radschnellweg-Standard realisierbar.
  • Großer Umbau Knotenpunkt Feudenheimer Straße/ Goethestraße
    • Großer Eingriff in aktuellen Verkehrsfluss
    • Hohe Kosten
  • Starkes Verkehrsaufkommen an Ilvesheimer Hauptstraße
    • Hohes Sicherheitsrisiko
    • Geringer Verkehrsraum
  • Entfall von Parkständen

Variante Neckarkanal Ilvesheim:

Von Mannheim-Feudenheim kommend verläuft der Radschnellweg auf der südlichen Seite der Feudenheimer Straße als Zweirichtungsradweg mit parallel verlaufendem getrenntem Gehweg. Am Ortsrand von Ilvesheim ist vorgesehen, die Radschnellweg-Trasse Richtung Neckarkanal abzweigen zu lassen; hier wird durch die Gemeinde Ilvesheim eine Erweiterung der Gewerbeflächen mit entsprechender Erschließungsstraße geplant.

Entlang des Neckarkanals ist eine Führung des Radschnellwegs als Zweirichtungsradweg mit getrenntem Gehweg vorgesehen. In Teilabschnitten führt der Radschnellweg im Mischverkehr über die Hebelstraße und Stettiner Straße. Der Untersuchungsabschnitt endet auf Höhe der bestehenden Wendeanlage am östlichen Ortsrand.

Aus planerischer Sicht hat die Variante „Neckarkanal Ilvesheim“ folgende Vorteile:

  • Voller Radschnellweg-Standard kann erreicht werden.
  • Vermeidung von Verkehrsknotenpunkten.
  • Höhere Verkehrssicherheit.

Nachteile sind:

  • Geringfügige Abweichung von direkter Linienführung.
  • Teilweise Engstellen am Neckarkanal.
  • Beseitigung von Einzelbäumen und Eingriffe in Feldgehölze.
  • Zusätzliche Flächenversiegelung.

Beide Varianten führen ab Höhe der Wendeanlage entlang des Neckarkanals weiter in Richtung Ladenburg. Bis zum Industriegebiet Ladenburg verläuft der Radschnellweg als Zweirichtungsradweg mit getrennt geführtem Gehweg. Die Gehwegbreite ist aufgrund der vorliegenden Querschnittsbreite und der als gering angenommenen Fußgängerzahlen (Zählung der Fußgänger ist veranlasst) in einer reduzierten Breite vorgesehen.

Im Industriegebiet Ladenburg ist die Anlage eines Radwegs geplant, um zur Erhöhung der Sicherheit eine Trennung zwischen Radfahrern und Autos bzw. Lkw (vor allem Lieferverkehr) zu erreichen. Bis zur zukünftigen Querspange der L597 über den Neckar in Richtung Süden verläuft der Radschnellweg als ein vom Fußgängerverkehr getrennt geführter Zweirichtungsradweg.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird auf Basis der Variantenuntersuchung und in enger Abstimmung mit der Gemeinde Ilvesheim die Variante „Neckarkanal Ilvesheim“ weiterverfolgen. Ausschlaggebend ist hierfür insbesondere die Notwendig der Erfüllung des vollen Radschnellwegstandards um um auf die Gesamtstrecke gerechnet den erforderlichen Mindestanteil von 80% (voller Radschnellwegstandard) gewährleisten zu können.




Edingen


Die Variantenprüfung hat ergeben, dass die Varianten durch die Mannheimer Straße und den Stangenweg am schlechtesten abschneiden und aus folgenden Gründen planerisch nicht weiterverfolgt werden:

Variante Mannheimer Straße:

  • Durch Rückbau der bestehenden Stellplätze kann lediglich der reduzierte Standard für Radschnellverbindungen erreicht werden.
  • Das hohe Verkehrsaufkommen und die Straßenkategorie lässt eine Umwidmung zur Fahrradstraße nicht zu.
  • Eine Verbreiterung des Straßenraums ist durch die angrenzende Bebauung nicht möglich.

Variante Stangenweg:

  • Relativ hohe Flächeninanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen und Lichtverschmutzung im offenen Gelände.
  • Hohes Konfliktpotenzial durch landwirtschaftlichen Verkehr.
  • Keine direkte Linienführung (Erhöhung Streckenlänge RSV).

Sowohl die Variante „südliche Goethestraße“ als auch die Variante „nördliche Goethestraße“ ist technisch umsetzbar. Eine weitere, tiefergehende Betrachtung hat ergeben, dass aus fachplanerischer Sicht entsprechend der Bewertungsmatrix die Variante nördlich der OEG Trasse ein geringfügig besseres Ergebnis erzielt. Nach näherer Betrachtung, und in enger Abstimmung mit der Gemeinde Edingen hat sich jedoch gezeigt, dass die Variante südlich der OEG Trasse zu bevorzugen ist und in daher in der weiteren Planung verfolgt wird.




Heidelberg - Wieblingen


Was ist das Ergebnis der Variantenprüfung?

Die Varianten über den Stangenweg können aus folgenden fachplanerischen Gründen nicht weiter verfolgt werden:

  • Hohe Flächeninanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen.
  • Hoher Grad an Versiegelung.
  • Lichtverschmutzung im offenen Feld.
  • Hohes Konfliktpotenzial durch landwirtschaftlichen Verkehr.

Die Variante durch die Mannheimer Straße und die parallel zur OEG-Trasse sind grundsätzlich beide umsetzbar. Eine weitere, tiefergehende Betrachtung hat jedoch gezeigt, dass aus fachplanerischer Sicht die Variante parallel zur OEG-Trasse (Vorzugstrasse) klar zu bevorzugen ist. Auch bei der Trassenbegehung im September 2019 und im Rahmen der Onlinebeteiligung haben sich viele Bürgerinnen und Bürger für einen Verlauf des Radschnellwegs entlang der OEG-Trasse ausgesprochen.

Wie würde der Radschnellweg bei den jeweiligen Varianten umgesetzt?

Variante parallel zur OEG-Trasse (Vorzugstrasse):

Westlich vom Ortsrand Heidelberg-Wieblingen ist eine neue Unterführung der Autobahn 5 vorgesehen, um eine Umfahrung in Richtung Mannheimer Straße zu vermeiden. Im Abschnitt entlang der Kleingärten und des Friedhofs direkt am Ortsrand ist ein Ausbau der bestehenden Straße vorgesehen; eine Verbreiterung des Gehwegs wird geprüft.

Es ist vorgesehen die Edinger Straße und Adlerstraße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen; Autoverkehr wird weiterhin zugelassen. Einmündende Straßen werden zukünftig dem Radschnellweg untergeordnet. Ausnahmen bilden hierbei die querenden Straßen mit Bahnübergang, die aufgrund der notwendigen Räumung bevorrechtigt bleiben müssen.

Um die erforderliche Fahrbahnbreite von 4,50 m gewährleisten zu können, ist an bestimmten Abschnitten der Entfall von Stellplätzen voraussichtlich notwendig. Eine Parkraumanalyse wurde für die von der Trasse betroffenen Straßen und die angrenzenden Erschließungsstraßen in Auftrag gegeben, um Bestand und Bedarf an Parkraum verifizieren zu können. Nach ersten Einschätzungen ist vorgesehen, die auf der nördlichen Straßenseite liegenden Stellplätze entfallen zu lassen, da hier durch Straßeneinmündungen und Grundstückszufahrten weniger Stellplätze betroffen sind. Auch werden die Sichtbeziehungen an einmündenden Straßen und Grundstückszufahrten durch den Entfall von parkenden Fahrzeugen verbessert.

Anhand der vorliegenden Vermessung ist im Detail zu prüfen, wie viele Stellplätze entfallen müssen und ob es Möglichkeiten gibt, zusätzliche Stellplätze anzuordnen.

Die Liselottestraße wird im Bestand als Einbahnstraße geführt und soll ebenfalls zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden; bestehende Fußgängerquerungen werden im Zuge der Projektumsetzung überprüft und entsprechend den aktuellen Richtlinien ausgebaut.

Aus planerischer Sicht hat die Variante durch die Edinger Straße/ Adlerstraße/ Liselottestraße parallel zur OEG-Trasse folgende Vorteile:

  • Hohes Erschließungspotenzial und gute soziale Kontrolle durch innerörtliche Trassenführung.

  • Keine Querung der OEG-Trasse notwendig.

  • Wenig Versiegelung und Grunderwerb notwendig.

Nachteile sind.

  • Entfall von Stellplätzen entlang der Trasse.

  • Keine Vorfahrt an Kreuzungen mit Bahnübergang.

Variante Mannheimer Straße:

Bei dieser Variante ist außerorts westlich von Wieblingen ein Ausbau des bestehenden Radwegenetzes notwendig. Sobald die Ortslage von Wieblingen erreicht wird, muss der Straßenquerschnitt der Mannheimer Straße komplett umgebaut werden, um zumindest den reduzierten Radschnellweg-Standard zu erreichen. Hierbei kommt es aus Platzgründen zum Entfall der entlang der Mannheimer Straße im Bestand angeordneten Stellplätze.

Aus planerischer Sicht hat die Variante Mannheimer Straße folgende Vorteile:

  • Hohes Erschließungspotenzial und gute soziale Kontrolle durch innerörtliche Trassenführung.

Nachteile sind:

  • Hoher Anteil an Streckenabschnitten mit reduziertem Standard.

  • Erhebliche Umbaumaßnahmen entlang der Mannheimer Straße.

  • Entfall von Stellplätzen entlang der innerörtlichen Trassenabschnitte.

Beide Varianten führen ab Höhe Liselottestraße entlang der Mannheimer Straße weiter in Richtung Heidelberg. Hier ist der Ausbau des neckarseitigen Rad-/ Gehwegs innerhalb der örtlichen Begebenheiten vorgesehen. Da der Neckar in diesem Abschnitt als FFH-Gebiet geschützt ist, ist eine Erweiterung des Gehwegs lediglich in Richtung Straße möglich. Zur Ermittlung der Fußgängerzahlen ist eine Zählung veranlasst worden. Die Haltestellenbuchten entlang der Mannheimer Straße müssen in diesem Zuge zurückgebaut werden.

In Richtung Heidelberg wird der Radschnellweg in das durch die Stadt Heidelberg geplante Projekt „Stadt an den Fluß“ integriert. Die Führung des Radschnellwegs erfolgt als getrennter Rad-/ Gehweg und erreicht in einem Großteil der Abschnitte den vollen Standard für Radschnellverbindungen. Der Fußgängerverkehr wird entsprechend des Projekts „Stadt an den Fluß“ als Promenade direkt am Neckar geführt.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird auf Basis der Variantenuntersuchung und in enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg die Variante “parallel zur OEG-Trasse (Vorzugstrasse)“ weiterverfolgen.




Mannheim Zentrum


Was ist das Ergebnis der Variantenprüfung?

Die Variante „Südlich OEG-Trasse“ wird aus folgenden fachplanerischen Gründen nicht weiter verfolgt:

  • Kein RadschnellwegStandard möglich in den Abschnitten
    • Cahn-Garnier-Ufer
    • Josef-Braun-Ufer
  • Hoher technischer Aufwand bei Ausbau der Rampen und Brücken an der Feudenheimer Schleuse.

Wie würde der Radschnellweg bei den jeweiligen Varianten umgesetzt?

Die geplante Radschnellverbindung beginnt auf der Höhe des Paradeplatzes in Mannheim und verläuft jeweils im Einbahnstraßensystem der Quadrate. Zwischen den Quadraten K2 und E2 in Richtung Neckar ist die Führung des Radschnellwegs als Fahrradstraße vorgesehen. Zwischen der Quadraten K1 und E1 ist nach derzeitigem Planungsstand ein Verlauf in einem geschützten Radfahrstreifen geplant.

Nach Querung des Friedrichsrings verläuft der Radschnellweg bis zur Friedrich-Ebert-Brücke auf dem Neckardamm getrennt vom Fußgängerverkehr. Über die Friedrich-Ebert-Brücke wird der Radverkehr an das nördliche Neckarufer wechseln. Die Zufahrt auf das Brückenbauwerk erfolgt über eine neu gebaute Rampe, die parallel zur bestehenden Rampenanlage verläuft. Der Radverkehr wird anschließend auf der östlichen Brückenseite geführt.

Auf der nördlichen Neckarseite verläuft der Radschnellweg in Richtung Osten ebenfalls in getrennter Führung zum Fußverkehr entlang des Universitätsklinikums und parallel zur Feudenheimer Straße.

Variante Mannheim (Vorzugstrasse):

Die Vorzugstrasse führt von der Feudenheimer Straße über einen Parkplatz ins Gewerbegebiet Pfeifferswörth. Hier erfolgt die Führung des Radschnellwegs als Fahrradstraße, Autoverkehr ist freigegeben. Eine Bevorrechtigung des Radverkehrs am Knotenpunkt der Einmündung aus Richtung Feudenheimer Straße ist vorgesehen. Durch die Anordnung eines Parkverbots auf der Seite des Gehwegs kann der volle Radschnellweg-Standard erreicht werden. Bis zur Eisenbahnüberführung an der Feudenheimer Schleuse verläuft der Radschnellweg weiter als Fahrradstraße und quert eine zurzeit stillgelegte Schienentrasse.

Aus planerischer Sicht hat die Variante Mannheim (Vorzugstrasse) folgende Vorteile:

  • Höhere soziale Kontrolle im Vergleich zu den anderen Varianten.
  • Keine Versiegelung notwendig.

Nachteile sind:

  • Entfall von Stellplätzen (Maßnahmen zur Neuordnung des Parkraumkonzepts durch Stadt Mannheim geplant).
  • Hoher Parkdruck bei Veranstaltungen.

Variante Mannheim Neckarkanal:

Die Variante Mannheim Neckarkanal führt von der Feudenheimer Straße auf dem Neckardamm bis zur Eisenbahnüberführung an der Feudenheimer Schleuse. Hierbei ist ein Zweirichtungsradweg mit separatem Gehweg vorgesehen, wodurch eine Verbreiterung des Neckardamms notwendig wird.

Aus planerischer Sicht hat die Variante Mannheim (Vorzugstrasse) folgende Vorteile:

  • Trennung der Verkehrsteilnehmer Radfahrer/ KfzVerkehr.
  • Kein Eingriff in bestehende öffentliche Verkehrsanlage.

Nachteile sind:

  • Hoher Grad an Versiegelung durch Verbreiterung des Neckardamms.
  • Erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft durch Entfall einer großen Anzahl von Bäumen und Feldgehölzen.
  • Beeinträchtigung des Naturschutzgebiets (Neckarinsel) durch Beleuchtung.

Ab der Eisenbahnüberführung an der Feudenheimer Schleuse verlaufen beide Trassenvarianten wieder zusammen Richtung Feudenheim bis zur Brücke über die B38a.

Im Bereich der Eisenbahnüberführung und am Böschungsfuß der Rampen zur Schleuse ist lediglich ein reduzierter Standard als gemeinsamer Rad-/ Gehweg möglich. Im Abschnitt „Neckarplatt“ ist eine Fahrradstraße vorgesehen. Hier wird nach aktuellem Stand auch die Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim an den Radschnellweg Mannheim-Heidelberg angeschlossen.

Die weitere Trassenführung durch den Sportpark wird in enger Abstimmung mit der Stadt Mannheim und den betroffenen Sportvereinen festgelegt. Hier werden verschiedenste Lösungsmöglichkeiten betrachtet, eine finale Festlegung ist noch nicht erfolgt.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird auf Basis der Variantenuntersuchung und in enger Abstimmung mit der Stadt Mannheim die Variante „Mannheim (Vorzugstrasse)“ weiterverfolgen.





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Beantwortung der Hinweise

In der Onlinebeteiligung, sowie bei den Ortsbegehungen wurden in Summe über 500 Hinweise aufgenommen. Viele führten zur Entwicklung von Untervarianten zur ursprünglichen Vorzugstrasse. Es gab aber auch viele Hinweise, die sich mit weiteren Themen rund um den Radschnellweg befassen.

Diese wurden in verschiedenen Themenblöcken zusammengefasst und beantwortet.

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Die neue Vorzugstrasse

Ein Projekt des Landes Baden-Württemberg