Fragen und Antworten 

Weitere Fragen und Antworten

Im folgenden finden Sie eine Sammlung an Fragen und Antworten, welche im Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung bereits thematisiert wurden. Die Liste wird laufend aktualisiert, sofern weitere Fragen aufkommen. Sollten Sie eine Frage haben, welche hier nicht beantwortet wird, können Sie sich über das Kontaktformular gerne direkt mit dem Regierungspräsidium in Verbindung setzen.

Nutzen Sie die Suchfunktion rechts, um spezielle Fragen zu finden.

Naturschutz Landwirtschaft

Wird die Inanspruchnahme ökologisch hochwertiger Flächen vermieden?


Wir werden versuchen so gut wie möglich die ökologisch hochwertigen Flächen zu vermeiden. Mit Hilfe der Umweltverträglichkeitsstudie muss nun zunächst jedoch eine Vorzugsvariante definiert werden, bevor man dann im Detail auch gegebenenfalls im Rahmen des Korridors die Trasse anpasst. Es kann aber sein, dass die Inanspruchnahme nicht komplett vermieden werden kann.




Winterdienst? Folgen für Natur und Landwirtschaft?


Grundsätzlich wird beim Winterdienst immer Wert darauf gelegt, die Belastungen für die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Wir setzen daher standardmäßig Fahrzeuge mit modernster Technik ein, die in der Lage sind die benötigte Salzmenge durch Sensoren zu bestimmen und so die Menge an Salz stets minimal zu halten. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass phasenweise die angrenzenden Flächen von Salzeinträgen beeinträchtigt werden, ähnlich einem Straßenbankett.




Wie wurde die Hochwassersituation entlang des Radweges bedacht?


Es wurde geprüft, ob die Trasse im Bereich von ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten liegt bzw. diese tangiert. Dabei stellen Radwege nicht zwingend Abflusshindernisse dar. Beim Bau müssen die allgemeinen Gebote und Verbote für Maßnahmen in Überschwemmungsgebieten beachtet werden. Der Radweg soll so geplant werden, dass er ganzjährig befahrbar ist. Natürlich können extreme Hochwasserfälle, die zu einer zeitweisen Überflutung des Weges führen können, aufgrund der Lage im Umfeld des Neckars nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies ist aber auch bei Straßen der Fall.




Wie können die Bäume vor dem Klinikum erhalten werden?


Es ist derzeit vorgesehen, die Bäume vor dem Klinikum vollständig zu erhalten.




Ist das Thema Beleuchtung ausreichend betrachtet werden?


Das Thema Beleuchtung ist Bestandteil der Auswirkungsprognose der Umweltverträglichkeitsstudie. Dabei wurde auch geprüft, ob ggf. sensible Arten wie Fledermäuse und nachtaktive Insekten von einer Beleuchtung erheblich beeinträchtigt werden können. Des Weiteren wurden Vorschläge zur Vermeidung formuliert (z.B. dynamische Beleuchtung).




Sind bei Alternative in HD-Wieblingen (entlang Neckar) die Belange des FFH-Gebietes berücksichtigt?


Alle Schutzgebiete entlang der Trassen wurden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie betrachtet und die Eingriffe bewertet.




Da keine Flächenversiegelung erwünscht ist: Warum wurden nicht mehr Straßen und Parkplätze für PKW in die Planung mit einbezogen?


Die Trasse bewegt sich zu einem großen Teil auf bestehenden Wegen. Die Kombination der beiden Trassen ist grundsätzlich die Variante mit der geringsten Neuversiegelung.




Wie sieht die Zuwegung für die landwirtschaftliche Aussiedlung in Edingen aus?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.





Planung

Ab wann wird die Trasse fertig sein?


Vorraussichtlich 2022.




Wie wird die RSV gegen die Nutzung durch Autofahrer gesichert?


Nach Straßengesetz sind auf reinen Radwegen keine Fahrzeuge erlaubt. Im Mischverkehr werden die Potentiale simuliert und festgestellt. Wenn wir damit rechnen, dass ein vertretbarer KFZ Verkehr sich auf der Verbindung wieder finden würde, dann dürften Autofahrer hier auch fahren. Auch in diesem Falle würden aber im Rahmen der Richtlinien für Radschnellverbindungen Lösungen gefunden, damit die Radschnellverbindung so wenig wie möglich durch Autos genutzt wird. Sobald die Trasse ausgewählt ist muss man sich aber hierfür auch jeden Abschnitt nochmal genau anschauen.




Wird der Radschnellweg durchgehend beleuchtet sein?


Es ist vorgesehen, die Radschnellverbindung zu beleuchten, damit sie Sicherheit erhält und die Strecke attraktiver gestaltet wird. Auch hier sollen die besten Lösungen gefunden werden, ggf. auch über dynamische Systeme, wodurch die Lampen bei Nichtbenutzung gedimmt oder ausgeschaltet werden. Allerdings ist zu dieser Thematik auch das Ergebnis des artenschutzrechtlichen Fachbeitrages mit Entscheidend und evtl. einflussnehmend.




Wie wird der Anschluss an den Bahnverkehr sichergestellt?


Zunächst muss eine Vorzugsvariante ausgewählt werden, um zu sehen inwieweit Verknüpfungspunkte mit dem ÖPNV bestehen. Erst dann können wir sehen, wie diese Anschlüsse konkret gestaltet werden. Auch innerhalb der Varianten gibt es im Rahmen des Untersuchungskorridors auch noch die Möglichkeit die Trasse zu verschieben.




Welche Kriterien außer der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) werden zur Streckenentscheidung herangezogen?


Es wurden drei Überpunkte definiert, an welchen sich die Entscheidung orientiert. Zum einen die umweltfachlichen Belange, das heißt, das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsstudie, zum anderen die verkehrlichen Aspekte, wo Zeitverluste, Potentiale und ähnliche Punkte berücksichtigt werden. Und zuletzt auch die Kosten zum Bau, zum Grunderwerb, zur Unterhaltung, und für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und deren dauerhafte Pflege und Unterhaltung. Das Ziel war, die beste Lösung für alle zu finden.




Gehen Planung und Bau zeitlich schneller?


Die vorgestellte Zeitschiene ist für eine Straßenplanung dieser Größenordnung sehr ambitioniert. Wichtig ist es eine rechtskräftige Grundlage zu erhalten, um diese Verbindung zu bauen und nicht im weiteren Verlauf des Projekts Verzögerungen zu erfahren. Sobald wir uns sicher sein können, mit der Vorzugstrasse auch zum Erfolg zu kommen, könnte man bereits mit Teilabschnitten beginnen, welche kein Planfeststellungsverfahren benötigen (Beispielsweise Fahrradstraßen in Orten).




Wie wird der Radschnellweg an das sonstige Wegenetz angeschlossen?


Wir untersuchen jetzt in der Variantenentscheidung auch, wie die Verbindung im Radwegenetz, und insbesondere mit Blick auf weitere Radschnellverbindungen angeschlossen werden kann. Der Verband Region-Rhein-Neckar hat dafür aktuell auch noch weitere Machbarkeitsstudien beauftragt. Glücklicherweise führt die Trasse sowohl in Heidelberg als auch in Mannheim bis mitten in die Stadt, wo die Radverkehrsnetzte bereits sehr gut ausgebaut sind. Daher sollte es von dort aus leicht sein, auch bis an sein Ziel zu kommen.




Besteht nach Entscheidung für eine Trasse noch Spielraum für deren genauen Verlauf?


Sobald eine Vorzugsvariante besteht, gibt es innerhalb des untersuchten Korridors (100m links und rechts) noch die Möglichkeit, die Variante zu optimieren.




Ist es ein Grundprinzip, Radschnellwege außerorts getrennt von Autostraßen zu führen (was zu begrüßen wäre um Lärm- und Luftbelastung zu vermeiden und damit die Nutzung attraktiv zu machen)?


Die Machbarkeitsstudie gibt die allgemeinen Korridore vor, welche auch weitgehend von Autostraßen weg gehen, sofern das möglich ist. In Holland werden Radschnellverbindungen auch gerne zur besseren Kommunikation neben große Verkehrsstraßen gebaut. Dann sehen die im Stau stehenden Autofahrer, wie die Fahrradfahrer an ihnen vorbeiziehen.




Müssen Radweg, Fußweg etc. direkt aneinander liegen?


Nein, Fußwege können auch abgesetzt hergestellt werden. Es muss allerdings nachgewiesen sein, dass Fußgänger diese Wege dann tatsächlich wählen.




Querungshilfen für Tiere?


Neben anderen landschaftsplanerischen Fachbeiträgen wird für die Vorzugsvariante auch ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag erstellt. Sollte sich ergeben, dass die RSV eine Zerschneidungswirkung für geschützte Tierarten und damit artenschutzrechtliche Verbotstatbestände auslöst, werden Querhilfen erforderlich.




Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung?


Die Radschnellverbindung wird nach dem Stand der Technik und den geltenden Regelwerken geplant und umgesetzt. Im Rahmen dessen werden selbstverständlich die notwendigen Einrichtungen (z.B. Querungshilfen; Leiteinrichtungen) hergestellt




Liegen belastbare Befragungen der Pendler vor?


Nein, derzeit greifen wir auf theoretisch ermittelte Werte zurück, die wir allerding für repräsentativ halten. Eine wirklich belastbare Befragung speziell für Radschnellverbindungen ist nicht möglich, da das große Ziel ist, mehr Menschen zum Pendeln mit dem Rad zu bewegen. Diese zusätzlichen Pendler trifft man derzeit noch nicht auf der Straße und kann Sie daher auch nicht konkret dazu befragen. Sobald wir eine Variante planerisch ausarbeiten, können allerdings differenzierte Simulationsmodelle erarbeitet werden, die anhand von Zeitersparnissen genauere Zahlen benennen können. Diese Simulationen sind allerding sehr aufwändig und kostenintensiv, daher werden wir dies ausschließlich für die Vorzugstrasse aufstellen lassen.




Wie teuer wird das voraussichtlich?


Die derzeitige Kostenschätzung geht von 400.000 € bis 600.000 € pro km aus. Da wir uns mit der nun gefundenen Linie noch in einem sehr frühen Planungsstadium befinden, können wir noch keine konkreteren Aussagen getroffen werden. Je detaillierter die Planung, desto genauer können die Kosten ermittelt werden.




Wann soll die Neckarbrücke planmäßig fertig gestellt sein? (Und was, wenn es später wird)


Die Neckarbrücke Ladenburg soll 2025 in Betrieb gehen, bis dahin ist auch die gesamte Strecke der L597 fertiggestellt. Bei einem Baubeginn des Radschnellweges Mitte 2022 wird davon ausgegangen, dass die Fertigstellung der Gesamttrasse in denselben Zeitraum fallen wird. Natürlich kann es bei großen Bauvorhaben immer zu Verzögerungen kommen, sollte die Brücke erst ein Jahr später fertig werden, wird dies jedoch nicht als Schwierigkeit für den Radschnellweg angesehen, da dieser auch unabhängig von der Neckarbrücke genutzt werden kann.




An welchem Ende wird angefangen?


Genaue Aussagen hierzu können erst im nächsten Planungsschritt gegeben werden. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können. Wenn konkrete Informationen vorliegen, werden Teilabschnitte gebildet, deren Umsetzung dann zeitlich geschätzt werden kann.




Wie kann der Planungs- und Bauprozess beschleunigt werden?


Die vorgestellte Zeitschiene ist für eine Straßenplanung dieser Größenordnung sehr ambitioniert. Wichtig ist es eine rechtskräftige Grundlage zu erhalten, um diese Verbindung zu bauen und nicht im weiteren Verlauf des Projekts Verzögerungen zu erfahren. Sobald wir uns sicher sein können, mit der Vorzugstrasse auch zum Erfolg zu kommen, könnte man bereits mit Teilabschnitten beginnen, welche kein Planfeststellungsverfahren benötigen (Beispiels-weise Fahrradstraßen in Orten).




Wie soll mit laufenden Planungen umgegangen werden?


Wir steigen nun in die detaillierte Planung ein, im Rahmen derer wir mit den Gemeinden in Kontakt treten und laufende Planungen abfragen werden. Sollten sich Planungen überschneiden müssen wir im Einzelfall mit den Gemeinden in Diskussion treten um verträgliche Lösungen zu finden.




Wie viele/welche Teilabschnitte wird es geben, um möglichst schnell Teilnutzen zu haben?


Derzeit wird ein Verkehrsmodell aufgestellt, anhand dessen die genauen Verkehrsströme und deren Stärken ermittelt werden können. Aufbauen auf diese Informationen können für die Strecke die optimalen Querschnitte festgelegt werden. Sobald wir diese Information haben, werden wir detektieren können wo mit welchen Eingriffen zu rechnen ist und auf dieser Basis Abschnitte bilden.




Gibt es auf dem RSW kostenlose Wasserstationen? Bspw. kleine Trinkbrunnen


Vom Ministerium für Verkehr wird derzeit ein einheitliches Gestaltungskonzept für die Landesradschnellwege erarbeitet. Art und Umfang der Ausstattung sind uns jedoch noch nicht bekannt.




Reinigung: Wird Grünzeug regelmäßig zurückgeschnitten, damit der RSW barrierefrei bleibt?


Das Lichtraumprofil und die Sichtweiten des Radschnellweges muss immer frei gehalten werden Die Unterhaltung des Radschnellwegs unterliegt den einzelnen Unterhaltungspflichtigen (Städte/Landkreis). Diese sind für den verkehrssicheren Zustand zuständig, somit auch für das Freihalten des Lichtraumprofils.




Planung/Reinigung: Finden sich auf dem RSW in regelmäßigen Abständen Mülleimer?


Vom Ministerium für Verkehr wird derzeit ein einheitliches Gestaltungskonzept für die Landesradschnellwege erarbeitet. Art und Umfang der Ausstattung sind uns jedoch noch nicht bekannt.




Wie funktioniert das Prinzip „kreuzungsfrei“ innerhalb der vielen geschlossenen Ortschaften? (Vorfahrt für Radverkehr)


Derzeit wird ein Verkehrsmodell aufgestellt, anhand dessen die genauen Verkehrsströme und deren Stärken ermittelt werden können. Aufbauen auf diese Informationen können dann im Einzelfall die optimalen Regelungen gefunden werden. Grundsätzlich sind Vorfahrtsregelungen, Kreisverkehre oder auch Lichtsignalanlagen denkbar.





Kommunen

Wie werden lokale Einrichtungen wie Schulen oder Betriebe angeschlossen?


Darum müssen sich am Ende die Kommunen kümmern.




Gibt es einen Betreiber kommunenübergreifend?


Der Betreiber wird nach den geltenden Gesetzten für Landesstraßen festgelegt. Innerhalb der Städte sind diese dann für den Betrieb und die Unterhaltung zuständig, da beide über 30.000 Einwohner haben. Für diesen Weg werden die Ortsdurchfahrts-Grenzen (OD), als die Übergabepunkte zwischen der Zuständigkeit des Landkreises und den Städten anhand der endgültigen Trassenentscheidung festgelegt.




Ist eine Anbindung des Westens Eppelheims (DHBW-Standort), über BAB 656 und Bahntrasse, möglich?


Prinzipiell ist eine Anbindung denkbar, Zubringer zu der Strecke sind sicherlich wichtig und sinnvoll, sind aber nicht Teil des Pilotprojektes. Da diese kein Landesradschnellweg sind, liegen sie rechtlich nicht in der Baulast des Landes. Diese Zubringer müssen von den einzelnen Kommunen, bzw. dem Landkreis selbst geplant werden.




Wie werden die südlich gelegenen Gemeinden angebunden?


Durch das entstehende Gesamtnetz sind viele Gemeinden direkt angebunden. Weitere Zubringer zu der Strecke sind sicherlich wichtig und sinnvoll, sind aber nicht Teil des Pilotprojektes. Da diese kein Landesradschnellweg sind, liegen sie rechtlich nicht in der Baulast des Landes. Sollte hier noch gravierender Bedarf bestehen, weil das bestehende Radnetz nicht als Zubringer in Frage kommt, muss in der Detailplanung hierüber gesprochen werden, wie die Zubringer von den einzelnen Gemeinden geschaffen werden können.




Brücke Neckarhausen-Edingen braucht direkte Verbindung


Eine zusätzliche Neckarquerung im Bereich Edingen-Neckarhausen ist aus Sicht des Regie-rungspräsidiums Karlsruhe nicht erforderlich und auch kein Teil des Radschnellwegs.




Wie endet der Radschnellweg in Heidelberg? Wie ist die Anbindung an das vorhandene Fahrradnetz?


Die Trasse beginnt am Bismarckplatz. Die Streckenführung erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Heidelberg. Die Anbindungen in das Gesamtnetz werden jetzt im nächsten Planungsschritt untersucht und ausgearbeitet. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.




Anbindung Ladenburg?


Zubringer als Anbindung zu der Strecke sind sicherlich wichtig und sinnvoll, sind aber nicht Teil des Pilotprojektes. Sollten über das bestehende Radnetz hinaus Anbindungen nötig sein, sind diese eigenständige Maßnahmen und kein Landesradschnellweg und liegen somit rechtlich nicht in der Baulast des Landes. Diese Zubringer müssen von den einzelnen Gemeinden selbst geplant werden.




Anbindung Seckenheim?


Zubringer als Anbindung zu der Strecke sind sicherlich wichtig und sinnvoll, sind aber nicht Teil des Pilotprojektes. Sollten über das bestehende Radnetz hinaus Anbindungen nötig sein, sind diese eigenständige Maßnahmen und kein Landesradschnellweg und liegen somit rechtlich nicht in der Baulast des Landes. Diese Zubringer müssen von den einzelnen Gemeinden selbst geplant werden.




Querung Neckar bei Schleuse Freudenheim Neuostheim: Anbindung „Radweg im Grünen“?


Eine Anbindung des Radschnellwegs an die vorhandenen Radwege, die eine Zubringerfunktion übernehmen, ist vorgesehen.




Wie sieht die Zuwegung für die landwirtschaftliche Aussiedlung in Edingen aus?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen wei-tergegeben werden können.




Feudenheim: Radweg ist innerorts auf Straßenbahnschienen?


Der Radweg verläuft entlang der Schienen, selbstverständlich werden nicht die Stadtbahnschienen zurückgebaut!




Mannheim: Innenstädtische Fahrtführung?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.




Mannheim: Wie soll hier kreuzungsfrei der Neckar überquert werden?


Der Radschnellweg soll „möglichst“ kreuzungsfrei geführt werden. Unter Einhaltung von vorgegebenen Verlustzeiten pro Kilometer Strecke können einige Kreuzungen vertretbar sein. Derzeit wird ein Verkehrsmodell aufgestellt, anhand dessen die genauen Verkehrsströme und deren Stärken ermittelt werden können. Aufbauen auf diese Informationen können dann im Einzelfall die optimalen Regelungen gefunden werden. Grundsätzlich sind Vorfahrtsregelungen, Kreisverkehre oder auch Lichtsignalanlagen denkbar.




Mannheim: Wird die „Marktstraße“ autofrei und zum RSW?


Derzeit wird ein Verkehrsmodell aufgestellt, anhand dessen die genauen Verkehrsströme und deren Stärken ermittelt werden können. Aufbauen auf diese Informationen können für die Strecke die optimalen Querschnitte festgelegt werden. Genaue Aussagen hierzu können wir daher erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.




Mannheim: Fahrradstraße? Parkplätze? Einbahnstraße?


Derzeit wird ein Verkehrsmodell aufgestellt, anhand dessen die genauen Verkehrsströme und deren Stärken ermittelt werden können. Aufbauen auf diese Informationen können für die Strecke die optimalen Querschnitte festgelegt werden. Genaue Aussagen hierzu können wir daher erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.





Betrieb

Wer kümmert sich um die Reinigung bei Verschmutzungen?


Die RSV hat eine überregionale Bedeutung und wird eine Landesstraße (L9000). Nach Straßengesetz ist der Baulastträger für die Reinigung zuständig, in diesem Fall der Landkreis. Innerhalb der Städte werden die Städte die Reinigung übernehmen müssen. Es geht aber auch um das Sammeln von Erfahrungen, sodass auch hier nachjustiert werden kann. Die Maßnahme ist ein Pilotprojekt des Landes, sodass hier auch Erfahrungen gesammelt werden.




Welche Vorstellungen zu einem Winterdienst gibt es?


Ein Winterdienst ist vorgesehen, sodass auf diesen Wegen gestreut und geräumt werden wird.




Verkehrssicherungspflicht: durch Widmung entsteht Verkehrssicherungspflicht für Waldbesitzer (Kosten). Haftung?


Die Verkehrssicherungspflicht obliegt dem „Betreiber“ der Strecke. Bei der Radschnellverbindung zwischen Heidelberg und Mannheim also dem Landkreis und den beiden Städten. Bei regelmäßigen Streckenkontrollen werden unter anderem auch die Bäume entlang der Verbindung auf ihre Standsicherheit überprüft und, nach Abstimmung mit der Naturschutzverwaltung, ggf.bei Gefahr entnommen, bzw. der Waldbesitzer darauf hingewiesen, die Bäume auf seinem Grundstück zu fällen.




Kann das Land die Verkehrssicherungspflicht als Baulast übernehmen?


Teilweise. Die Verkehrssicherungspflicht obliegt dem Baulastträger. In diesem Fall also dem Land (Landkreis) und innerhalb der Ortsdurchfahrts-Grenzen den Städten Mannheim und Heidelberg.




Welchen Einfluss haben Massensportveranstaltungen in unmittelbarer Nähe des Radschnellwegs?


Derzeit gehen wir davon aus, dass Massensportveranstaltungen keine Auswirkungen (und wenn nur zeitlich stark begrenzt in Form von höheren Verkehrsaufkommen) auf den Rad-schnellweg haben.




Auf wie vielen Streckenabschnitten ist eine Mischnutzung mit langwirtschaftlichen Fahrzeugen vorgesehen?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können. Grundsätzlich ist eine Mischnutzung immer dann denkbar, wenn die Trasse durch landwirtschaftliche genutzte Gebiete führt und die Verkehrsstärken der landwirtschaftlichen Fahrzeugte eine Mischnutzung zulassen.




Im Verkehrsrecht fehlt eine R vor L Regelung auf Rad- bzw. kombinierten Wegen! Wann wird das behandelt?


Auf dem Radschnellweg gilt die StVO. In § 8 StVO ist die Vorfahrt klar geregelt.




Was ist in Bezug auf aggressive oder/und schnelle Radfahrer vorgesehen? Stichworte: Schutz von Kindern auf dem Radweg/Schutz von Fußgängern/unübersichtliche Stellen


Verhaltensauffällige oder aggressive Verkehrsteilnehmer können durch den Straßenbaulast-träger leider nicht verhindert werden. Diese finden sich auf allen Verkehrswegen. Bei der Planung des Radschnellweges wird großen Wert drauf gelegt, die Geometrie der Verkehrsan-lage so zu planen, dass eine Nutzung verkehrssicher möglich sein wird.




Wie kommen Fahrradfahrer*innen überhaupt auf den Schnellweg? (Zuführende Radwege?)


Über das bestehende Radnetz.




Wie hoch sind die Unterhaltungskosten und wer bezahlt diese?


Die Unterhaltungskosten wurden über die Streckenlängen mit aktuellen Preisen für Unterhaltung und Erhaltung der Strecke abgeschätzt. Für die Vorzugstrasse können sie mit 30.000-40.000€/Jahr angesetzt werden. Außerhalb der Stadtgebiete von Mannheim und Heidelberg (Städte > 30.000 Einwohner) ist der Landkreis, innerstädtisch die Städte selbst für die Unter-haltung und Erhaltung der Strecke zuständig.





Sonstiges

Gibt es einen vermarktbaren Namen und Vermarktungskonzept für die Strecke?


Das Ministerium für Verkehr ist aktuell dabei eine übergeordnete Kommunikation, inklusive Logo und Vermarktung ausgeschrieben mit dem Ziel einen Dienstleister hierfür zu finden.




Wer kontrolliert Bäume bei Trasse durch Wald?


Der zuständige Betriebsdienst kontrolliert bei der Streckenkontrolle auch die Bäume entlang der Trasse. Eine Streckenkontrolle wird bei einer Radschnellverbindung vermutlich einmal wöchentlich durchgeführt. Gemäß der Verkehrssicherungspflicht des Betreibers, hat dieser dafür zu sorgen, dass das Lichtraumprofil des Verkehrsweges frei ist, und dass die Verkehrsteilnehmer freie Sicht auf Verkehrsschilder haben, sowie dass die Haltesichtweite frei ist. Werden bei der Kontrolle darüber hinaus Bäume entdeckt, deren Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist, werden diese in Abstimmung mit der Naturschutzverwaltung vom Betreiber entnommen.




Kann abschnittweise gebaut werden?


Ja, bei der Streckenlänge von 23 km ist davon auszugehen, dass abschnittsweise gebaut werden muss, um kein „Baustellenchaos“ zu verursachen. Streckenabschnitte, bei denen mit einer unkomplizierten Umsetzung zu rechnen ist, sollen grundsätzlich vorgezogen werden.




Bleibt Pilotprojekt solitär?


Nein, derzeit werden weitere Korridore untersucht. Auch in unserer Variantenentscheidung soll das Gesamtnetz mitbewertet werden. Es muss aber auch klar sein, dass die Funktion einer Radschnellverbindung ist, Zentren miteinander zu vernetzten. Dass ein Nutzer von Heidelberg bis nach Mannheim und dann noch weiter nach Weinheim fährt schätzen wir als die Ausnahme ein.





Trassenverlauf

Wie viel länger (km) ist die Kombivariante im Vergleich zu Variante 2 bzw. 3?


Der Abschnitt entlang der L597 ist 2,3km lang. Insgesamt hatten alle Varianten 22-23km Länge.




Wird die Strecke länger durch die Führung entlang der L597?


Nein. Da die Verbindungen durch die bereits gut ausgebauten weiterführenden Wege ein Gesamtnetz bilden, wird die Strecke für einen Fahrer der die gesamte Strecke fahren möchte nicht länger. Weiterhin ist anhand der bereits abgeschätzten Nutzerzahlen davon auszugehen, dass das Hauptpotential nicht die gesamte Strecke nutzen wird. Die Abschätzungen zeigen, dass der Hauptanteil der Nutzer die Strecke Richtung/oder von Ladenburg aus nutzt. Für diese Strecke ist die Trasse nicht länger, viel mehr wird durch die vorliegende Planung eine zusätzliche gute Anbindung von Ladenburg auf die südliche Neckarseite erreicht werden. (Konkrete Potentiale und Nutzerströme können nach Auswertung des Verkehrsmodells benannt werden.)




Ist es jetzt ein Umweg um von Ladenburg nach Heidelberg zu kommen?


Nein. Der Bau des Radschnellweges verbietet den Nutzern nicht die bereits guten Wege in Ihre Strecke mit zu integrieren. Für die, die den kompletten Weg von Mannheim nach Heidelberg (oder umgekehrt) fahren möchten gibt es weiterhin ein gutes Angebot, sowohl südlich als auch nördlich des Neckars. Der Hauptanteil der Nutzer fährt nicht täglich die gesamte Strecke, sondern kommt aus den Gemeinden in die Städte. Auch deshalb wird diese Variante nicht als Umweg angesehen.




Warum knickt man vor Einzelinteressen ein und findet Kompromisslösung?


Diese Lösung ist kein Kompromiss, sondern unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte eine optimale Variante. Vor allem das hohe Potential auf dieser Trasse, die vermeidbaren Eingriffe in wertvolle Landschaftsbestandteile und die Verbesserung des Gesamtnetzes haben zu dieser Entscheidung geführt.




Wieso wurde die „problematische“ Nordanbindung Neuenheimerfeld (Handschuhsheim/ Dossenheim) über RSV nicht weiterverfolgt?


Diese Strecke wurde nicht weiter verfolgt, da hier kein Potential generiert werden kann. Ziel des Radschnellweges ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen, das ist zwischen Ladenburg und Heidelberg nicht der Fall, da hier keine Gemeinden direkt angebunden werden können.




Warum beginnt die Trasse nicht am Bismarckplatz?


Die Trasse beginnt am Bismarckplatz. Die Streckenführung erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Heidelberg.




Ist über die Variante die Mindestzahl von 2500 Nutzern pro Tag gegeben? / Wird für die „neue“ Variante noch eine Potentialanalyse durchgeführt? Bei dieser Variante wird das Potential für die Gesamt-strecke größer 2000 nicht erreicht. / Warum wird mit dem Umweg südlich von Neckarhausen so viel Potential verschenkt?


Nach einer ersten Abschätzung wird auf der gesamten Trasse das Potential von 2.500 Nutzern erreicht. Die Aussage, dass das Potential geringer sein soll, kann auf Basis unserer Grundlagen nicht nachvollzogen werden, mit dieser Trasse wird das höchste Potential im Vergleich zu den Trassen aus der Machbarkeitsstudie erreicht.
Derzeit wird ein Verkehrsmodell für den Radschnellweg ausgearbeitet, auf Basis dessen ge-naue Potentiale erhoben werden können. Es ist davon auszugehen, dass das Potential mit den detaillierteren Grundlagen eher höher wird.








Wie bzw. wo ist die Alternative am südlichen Ufer zwischen Ebert-Brücke und östl. Riedbahn gedacht?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.




Wie soll der Anschluss der Alternative an die Brücke parallel zur östl. Riedbahn erfolgen, wird die Brücke erweitert/ergänzt?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen weitergegeben werden können.




Wird die Auffahrt zur Friedrich-Ebert-Brücke (MA) verbreitert?


Genaue Aussagen hierzu können wir erst im nächsten Planungsschritt geben. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen ausgearbeitet, anhand derer dann belastbare Informationen wei-tergegeben werden können.





Öffentlichkeitsbeteiligung und Kommunikation

Wie gestaltet sich die öffentliche Kommunikation?


Neben öffentlichen Informationsveranstaltungen zu den wichtigsten Meilensteinen des Projekts (Startschuss, Variantenentscheidung etc.) hat das Regierungspräsidium Karlsruhe einen Projektbegleitkreis eingerichtet, der kontinuierlich über die aktuellsten Entwicklungen des Projekts informiert wird und der wichtige Hinweise zum weiteren Projektverlauf geben kann. Dieser setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Städte und Gemeinden, der Bürgerschaft, der Politik, der Wirtschaft, der Umweltverbände, der Landwirtschaft, des Öffentlichen Personennahverkehrs, der Träger öffentlicher Belange und weiteren Multiplikatoren. Er wird in regelmäßigen Abständen über die neuesten Projektentwicklungen informiert und gibt wichtige Anregungen und Hinweise für die weitere Planung.
Zur öffentlichen Kommunikation des Projekts wurde zudem eine Homepage eingerichtet, auf der alle wichtigen Informationen zum Projekt zusammengefasst sind. Hier wird es ab dem 24.07.2019 auch die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger geben, Hinweise zu geben, die dann von den verantwortlichen Planern geprüft werden.
In der weiteren Planungsphase sind darüber hinaus weitere Beteiligungsformate, wie Workshops etc. vorgesehen, die eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit erlauben.




Wer übernimmt die Ansprache der Firmen im Industriegebiet Ladenburg?


Im Zuge der weiteren Planung wird das Regierungspräsidium gemeinsam mit der Stadt Ladenburg auf die Firmen im Industriegebiet zugehen, um die Anbindung des Industriegebiets an die Radschnellverbindung zu besprechen. Da ein wichtiges Ziel einer Radschnellverbindung ist, Pendler dazu zu bringen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, kommt dieser Anbindung eine wichtige Bedeutung zu.




Welchen Entscheidungsspielraum gibt es noch für die Beteiligten?


Nach der Variantenentscheidung sieht der nächste Planungsschritt vor, den gewählten Trassenverlauf planerisch zu konkretisieren. Modifizierungen sind möglich, sofern diese fachlich zu begründen sind bzw. entscheidende Verbesserungen oder Vorteile ergeben und das Ergebnis des Variantenvergleichs nicht entscheidungserheblich beeinflussen. Hierfür ist eine breit angelegte Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Einen Auftakt hierzu bildet die kartenbasierte Onlineumfrage, die ab dem 24.07.2019 startet und im Zuge derer Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, Hinweise zum Trassenverlauf zu geben. Aus den Themen und Anmerkungen der Onlinebeteiligung werden wird dann prüfen, welche Formate (Workshops etc.) zu welchen Themen sinnvoll sind.




Wird die Trasse digital zur Verfügung gestellt?


Den Trassenplan finden Sie im Downloadbereich der Projekthomepage: https://www.radschnellweg-hd-ma.de/downloads




Ist der Radschnellweg über Beschilderung zu finden?


Eine einheitliche Beschilderung für den Radschnellweg ist vorgesehen.





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Ein Projekt des Landes Baden-Württemberg